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Daten und Fakten der österreichischen Geschichte

 

Zeittafeln Österreich - Politische Geschichte

2000
Österreich übernimmt für ein Jahr den Vorsitz über die OSZE.

2000
Die Spitzelaffäre rund um den ehemaligen FPÖ-Polizeigewerkschafter Josef Kleindienst erschüttert das Land.

1. Februar 2000
Nach Bildung der ÖVP-FPÖ-Koalitionsregierung werden von den 14 EU-Staaten Sanktionen gegen Österreich verhängt, die dann nach einem Weisen-Bericht wieder aufgehoben werden.

4. Februar 2000
Angelobung der Koalitionsregierung von FPÖ und ÖVP unter Bundeskanzler Schüssel (ÖVP).

11. November 2000
Das Gletscherbahnunglück von Kaprun kostet 155 Menschen das Leben. Dezember 2000 initiieren Bundeskanzler Schüssel und Milos Zeman in der Frage um das Kernkraftwerk Temelin den Melker Prozess.

Jänner 2001
Beginn der BSE-Tests in Österreich.

November 2001
Die Einführung der Studiengebühren führt zum Volksbegehren „Bildungsoffensive und Studiengebühren".

01. Jänner 2002
Einführung der Einheitswährung EURO.

14.-21. Jänner 2002
Das Volksbegehren „Veto gegen Temelin" ist das erste Begehren mit einem grenzüberschreitenden Thema.

August 2002
Eine Hochwasserkatastrophe verursacht vor allem in Ostösterreich großen Schaden.

September 2002
Der außerordentliche Parteitag der FPÖ in Knittelfeld stürzt die Koalitionsregierung in eine Krise und zu vorgezogenen Neuwahlen.

24. November 2002
Die ÖVP erzielt in den vorgezogenen Neuwahlen den größten Stimmenzuwachs in der Geschichte der Zweiten Republik. Mit 42,3 % wird die ÖVP stimmenstärkste Partei, die SPÖ kann nur leichte Stimmenzuwächse erzielen und erhält 36,51 %, die FPÖ erreicht nur
10,01 % und verliert den größten Teil der eigenen Wähler, den Grünen gelingt mit 9,47 % ihr bis dato bestes Ergebnis.

28. Februar 2003
Angelobung der ÖVP-FPÖ-Koalitionsregierung unter Bundeskanzler Schüssel.

2. Juli 2003
Der Eurofighter-Vertrag ist unterschrieben.

21. Oktober 2003
Hubert Gorbach wird neuer Vizekanzler anstelle von Herbert Haupt.

Dezember 2003
EU-Parlament überstimmt Österreich bei Transitregelung.

29. März 2004
Tausende nehmen an der Trauerfeier für Kardinal Franz König teil.

25. April 2004
Heinz Fischer wird mit 52,4 % der Stimmen neuer Bundespräsident, Gegenkandidatin Benita Ferrero-Waldner kommt auf 47,6 %.

Mai 2004
Die EU wird um 10 neue Staaten erweitert.

13. Juni 2004
EU-Wahl: Der unabhängige Kandidat Hans-Peter Martin erreicht Platz 3, Rekordabsturz der FPÖ. Ergebnisse im Detail: SPÖ: 33,3 %, ÖVP: 32,7 %, Martin: 14 %, Grüne: 12,9 %, FPÖ: 6,3 %, Linke: 0,8 %.

26. Juni 2004
Nach dem überraschenden Rücktritt von Dieter Böhmdorfer wird Karin Miklautsch neue Justizministerin.

8. Juli 2004
Bundespräsident Klestil stirbt an den Folgen eines Multiorganversagens. Am Staatsbegräbnis nehmen Tausende Menschen teil, auch internationale Trauergäste, wie der russische Präsident Vladimir Putin, Arnold Schwarzenegger und die Staatsoberhäupter der österreichischen Nachbarländer sind anwesend.

August 2004
Benita Ferrero-Waldner wird EU-Kommissarin für die Außenpolitik der Union. Ursula Plassnik übernimmt das Amt der Außenministerin.

3. Oktober 2004
Seligsprechung Kaiser Karls I.

8. Oktober 2004
Elfriede Jelinek erhält den Nobelpreis für Literatur.

19. Oktober 2004
Moshe Katzav ist als erster israelischer Staatspräsident zu Besuch in Österreich.

18. Dezember 2004
Liese Prokop folgt dem überraschend zurückgetretenen Ernst Strasser als Innenministerin.

Dezember 2004
Unter den Opfern der Flutkatastrophe Südost-Asiens befinden sich auch zahlreiche Österreicher.

2005
2005 wird von der österreichischen Bundesregierung als Gedenkjahr ausgerufen: Vor 60 Jahren, am 27. April 1945, wurde die Republik wieder gegründet. Vor 50 Jahren, am 15. Mai 1955, bekam Österreich mit dem Staatsvertrag seine volle Souveränität wieder. Vor 10 Jahren, 1995, trat Österreich der EU bei.

9. Jänner 2005
Österreich stellt eine Wiederaufbauhilfe von 50 Mio. Euro für die von der Tsunami-Katastrophe betroffenen Gebiete in Aussicht. Österreicher spenden privat über 54 Mio. Euro.

26. Jänner 2005
Ursula Haubner folgt Herbert Haupt als Sozialministerin.

4. April 2005
Offizielle Spaltung der FPÖ: Die gesamte Parteispitze sowie ein Teil der FPÖ-Parlamentarier wechseln in das neue „Bündnis Zukunft Österreich“ (BZÖ). Dessen Obmann wird der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider. Chef der alten Bundes-FPÖ wird der Wiener Parteichef Heinz-Christian Strache.

30. April – 15. Mai 2005
Die Eishockey-WM findet in Wien und Innsbruck statt.

11. Mai 2005
Der Nationalrat ratifiziert die Europäische Verfassung mit nur einer Gegenstimme.

25. Mai 2005
Die Israelitische Kultusgemeinde Wien (IKG) und die Republik Österreich erzielen in der Frage über Entschädigungen für Verluste aus der NS-Zeit eine Einigung.

9. Juni 2005
Bundespräsident Heinz Fischer überreicht am 9. Juni an Simon Wiesenthal (96) das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.

14. – 16. November 2005
In der Wiener Hofburg findet die Islam-Konferenz mit dem Titel „Islam in a pluralistic World“ mit wichtigen Vertreter der drei großen monotheistischen Weltreligionen statt.

1. Jänner – 30. Juni 2006
Am 1. Jänner übernimmt Österreich für sechs Monate die EU-Ratspräsidentschaft.

Februar 2006
Erstmals kommt es in Österreich zu mehreren offiziell bestätigten Vogelgrippe-Fällen, worauf u.a. mit einer bundesweiten Stallpflicht für Geflügel reagiert wird.

März 2006
Die finanziell prekäre Situation der BAWAG und die Involvierung des ÖGB bei deren Vertuschung werden bekannt. Es folgt der Rücktritt des ÖGB-Chefs Fritz Verzetnitsch und die Ausstellung von Haftbefehlen für die Hauptverantwortlichen.

11.-13. Mai 2006
Der EU-Lateinamerika/Karibik-Gipfel findet in Wien statt. Es handelt sich dabei um den größten Polit-Gipfel in Wien seit dem Wiener Kongress (1814/15).

21. Juni 2006
US-Präsident George W. Bush besucht bei einem EU-USA-Gipfel Wien.

23. August 2006
Der Fall der entführten 18-jährige Natascha Kampusch, welche nach 8 Jahre fliehen konnte, ruft großes mediales Interesse hervor.

1. Oktober 2006
Bei der Nationalratswahl wird die SPÖ mit Alfred Gusenbauer trotz leichter Stimmverluste stimmenstärkste Partei (35,3%). Mit starken Verlusten belegt die ÖVP mit Bundeskanzler Wolfgang Schüssel den zweiten Platz (34,3%). Drittstärkste Partei werden die Grünen mit Alexander van der Bellen (11,1%), knapp dahinter belegt die FPÖ mit Heinz Christian Strache den vierten Platz (11%). Das BZÖ mit Peter Westenthaler schafft knapp die Vier-Prozent-Hürde (4,1%).

Autor: Martina Löcker

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