Ca. 30.000 Ende 3. Jahrtausend v. Chr.
Altsteinzeit Mittlere Steinzeit Jungsteinzeit: Erste
Funde in der Griffener Höhle belegen die Anwesenheit von Menschen.
Um 2000 v. Chr.
Ende der Jungsteinzeit: Größere Siedlungen finden sich am
Kanzianiberg bei Villach und am Strappelkogel im Lavanttal.
19001500 v.Chr.
Für die frühe Bronzezeit liefern die Pfahlbauten am Keutschacher
See Siedlungshinweise, die bäuerliche Kultur ist bereits stark
ausgeprägt, auch der Bergbau ist belegt; Geräte aus Bronze.
1500900 v.Chr.
In der Bronzezeit leben Früh-lllyrer in Österreich, es kann
bereits der Handel mit kunstvoll bearbeiteten Geräten nachgewiesen
werden, Streufunde und Depotfunde belegen die Siedlungstätigkeit,
so z. B. der Streufund von Niederosterwitz und der Grabfund am Hemmaberg.
900750 v.Chr.
Auch in der Urnenfelderkultur sind Streufunde und Depotfunde in Augsdorf
und Haidach belegt.
750250 v.Chr.
Die Hallstattkultur wird geprägt von der Salzgewinnung und dem
Salzhandel auf dem Dürrnberg bei Hallein, es werden bereits Eisenwerkzeuge
gefunden, Fortdauer der bäuerlichen Kultur. Das große Gräberfeld
von Frög bei Rosegg ist bemerkenswert durch die Bleifiguren, ein
weiteres Gräberfeld findet sich auf der Napoleonwiese bei Villach.
250um Christi Geburt
Die Einwanderung keltischer Stämme bringt in unserem Raum die Latènekultur,
um 200 v. Chr. besteht bereits ein keltisches Königreich Noricum,
nach 200 v. Chr. finden sich die ältesten Schriftdenkmäler
in Kärnten am Plöckenpass (Würmlach) und beim Findenig-Thörl.
113 v. Chr.
In der Schlacht bei Noreia kämpfen Kimbern gegen die einheimischen
Noriker und ein römisches Heer.
Ab 1. Hälfte 1. Jh. v. Chr.
Aus der Stadt auf dem Magdalensberg sind Geräte, Waffen, Gefäßkeramikproduktion
überliefert, der Export von norischem Eisen ist nachweisbar, Funde
von Wandmalerei; vermutlich auch schon Siedlungen auf dem Hemmaberg
und in Teurnia.
15 v. Chr.
Okkupation des norischen Königreiches mit dem Zentrum am Magdalensberg
durch Rom, die Römer dringen bis an die Donau vor.
Um 45 n. Chr.
Norikum wird römische Provinz: Virunum am Zollfeld wird Hauptstadt
und Sitz des Statthalters, eine durchgreifende Romanisierung des Landes
ist die Folge, die Höhensiedlungen werden allmählich verlassen,
es folgt ein planmäßiger Ausbau des Städtewesens in
Kärnten in Virunum und Teurnia.
2. u. 3. Jh. n. Chr.
Einfälle der Markomannen und Alemannen: Entwicklung und Blütezeit
provinzialrömischer Kultur in Kärnten, Bildhauerwerkstätte
in Virunum.
Um 300 n. Chr.
Virunum wird Hauptstadt von Binnennoricum; es folgt ein allmählicher
Niedergang der provinzialrömischen Kultur und des Städtewesens.
Wohnterrassen in Teurnia werden aufgelassen und die Hügelkuppe
neu befestigt. In der Folge bieten auch andernorts Höhensiedlungen
den Bewohnern wieder Schutz.
343 n. Chr.
Erste Christianisierung in Kärnten: Bischofssitze waren in Teurnia
und Virunum; die norischen Bischöfe nehmen am Konzil in Serdica
(Sofia) teil.
408/409 n. Chr.
Einfall der Goten unter Alarich in Noricum bzw. Friaul/Oberitalien.
Anfang 5. Jh. n. Chr.
Bischofskirche und Friedhofskirche in Teurnia: hier hat sich ein berühmter
Mosaikboden erhalten, reiche Marmorarchitektur.