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Daten und Fakten der österreichischen Geschichte

 

Zeittafeln Kärnten - Politische Geschichte

Mitte 5. Jh. n. Chr.
Auf dem Hemmaberg entsteht ein frühchristliches Pilgerheiligtum: Kirchenkomplex mit reichen Mosaiken, Teurnia: Kleinmetropolis Norici.

472 n. Chr.
Belagerung von Teurnia durch die Westgoten; Ende des Weströmischen Reiches (476); germanische Nachfolgereiche in Italien.

493–536
Kärnten wird Grenzprovinz des Ostgotenreiches in Italien.

536–565
Binnennoricum gerät in fränkische und für kurze Zeit in byzantinische Abhängigkeit.

568
Die Langobarden dringen in Oberitalien ein: Beachtenswerte langobardische Kunstdenkmäler haben sich in Friaul erhalten, langobardische Funde in Kärnten sind bislang nicht bekannt.

591
Teurnia wird zum letzten Mal in einer antiken Quelle genannt.

Um 600
Slawen wandern in den Kärntner Raum ein, große Teile der romanischen Bevölkerung ziehen ab, ein Restchristentum ist anzunehmen.

Nach 600
Bildung eines karantanischen Fürstentums in Kärnten mit dem Zentrum vermutlich in Karnburg, der antiken Siedlung Virunum nachfolgend.

um 700
In der Ravennatischen Kosmographie werden erstmals die Karantani genannt.

741–765
Die slawischen Karantaner rufen die Bayern gegen die Awaren zu Hilfe. Dies ist der Beginn der bayrischen Oberherrschaft und der zweiten Christianisierung in Kärnten.

um 757
Bischof Virgil von Salzburg entsendet Modestus als Missionar nach Karantanien: Kirchengründungen entstehen in Maria Saal und in „In Liburnia civitate".

772
Herzog Tassilo von Bayern wirft einen Aufstand der Karantaner Slawen nieder.

788
Karantanien wird unter die Oberhoheit des Frankenreiches gestellt; Karl der Große setzt Herzog Tassilo III. ab; Bayern wird fränkische Provinz.

799
Begründung eines Chorbistums in Maria Saal.

811
Karl der Große bestimmt die Drau als Diözesangrenze zwischen den Metropolen Salzburg und Aquileia.

um 817
Die einheimischen Fürsten werden durch bayrisch-fränkische Reichsbeamte (Markgrafen) abgelöst.

Zeitraum