Home/Startseite | Der Archiv Verlag | Presse/PR | Links | AGB | Impressum | Kontakt
Archiv Verlag DeutschlandArchiv Verlag Österreich
Warenkorb
 
Loseblattwerke

Bücher


Schmuck und Uhren

Diverse

Zubehör

Archiv

 

Zeittafeln Kärnten - Kulturgeschichte

ca. 40.000/30.000 v. Chr.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung; in der Griffener Tropfsteinhöhle, die offenbar zeitweilig altsteinzeitlichen Jägern als Lagerplatz diente, wurden einfache Steinwerkzeuge gefunden.

ca. 8000–5000 v. Chr.
Hinweise auf Lagerplätze von Jägern der mittleren Steinzeit wurden etwa am Kathreinkogel bei Schiefling, am Griffen, im Naßfeld und auf der Waidegger Alm gefunden.

3. Jahrtausend v. Chr.
Aus dieser Epoche stammen geschliffene Steinwerkzeuge sowie Reste von Tongefäßen. Im Metnitztal wurde eine Grabstelle aus der Mitte des Jahrtausends entdeckt, die Grabbeigaben aus der Schnurkeramikzeit enthielt. Feste Siedlungen gab es in der ausgehenden Jungsteinzeit am Kanzianiberg, am Maria-Saaler-Berg, am Strappelkogel im Lavanttal, am Ottilienkogel bei Glantschach oder am Rabenstein bei Lavamünd.

1900–1500 v. Chr.
In der frühen Bronzezeit entstanden am Keutschacher See die einzigen bisher bekannten Pfahlbauten Kärntens.

1500–900 v. Chr.
Aus der Bronzezeit stammen häufige „Depotfunde“, die teils große Mengen von Waffen und Geräten enthielten; es handelte sich vermutlich um Opfergaben. Einen bedeutenden derartigen Fund entdeckte man z. B. in Niederosterwitz. Brandgräber fanden sich etwa in Rangersdorf im Mölltal oder in Pritschitz am Wörthersee. Die Portalhöhle in der Graschelitzen bei Villach diente als Ort für Opfergaben, die in Tonbehältnissen dargebracht wurden. Am Kathreinkogel bei Schiefling gab es in der Spätbronzezeit eine Siedlung.

900 v. Chr.–750 v. Chr.
Aus der Urnenfelderkultur der späten Bronzezeit stammen z. B. die Streu- und Depotfunde von Augsdorf und Haidach.

750–250 v. Chr.
Die Bedeutung des Bergbaus in Kärnten nahm zu; immer wichtiger wurde auch der Nord-Süd-Handel mit Kärnten als Durchgangsland. Hallstattkultur; im Hügelgräberfeld von Frög bei Rosegg mit hunderten von Grabhügeln wurden reiche Grabbeigaben gefunden, etwa Gefäße aus Ton oder Bronze, Schmuckstücke aus Bernstein oder eiserne Waffen; berühmt sind in diesem Zusammenhang kleine Bleifiguren von Menschen und Tieren, unter anderem ein bespannter vierrädriger Wagen. Ein weiteres bedeutendes Hügelgräberfeld befand sich auf der Napoleonswiese bei Villach. In der Durezza-Schachthöhle in einer Senke am Tscheltschnigkogel bei Warmbad Villach wurden Menschen- und Tieropfer dargebracht (5./4. Jahrhundert v. Chr.). In riesigen Grabhügeln (z. B. am Wieserberg oder in Waisenberg) wurden hochgestellte Persönlichkeiten getrennt bestattet.

250 v. Chr.–ca. 1 v./n. Chr.
Keltische Einwanderung und Ausbreitung der La-Tène-Kultur; es war dies unter anderem eine Blütezeit der Eisenverarbeitung; das „norische Eisen“ („ferrum noricum“) wurde wegen seiner guten Qualität in Rom stark nachgefragt. In der 2. Hälfte des 2. vorchristlichen Jahrhunderts wurde auch eine eigene Münzprägung eingerichtet – eine Folge des sich immer mehr ausweitenden Handels mit Rom. Die Bestattungssitten änderten sich, die Grabhügel wurden langsam durch Gruben ersetzt. Keltische Gräberfelder gab es u. a. in Förk bei Nötsch, in Jakling im Lavanttal, in Klagenfurt und in Feldkirchen.Die größte keltenzeitliche Siedlung des Kärntner Raumes lag auf dem Berg Gracarca südlich des Klopeiner Sees; befestigte Anlagen befanden sich z. B. auf der Gurina bei Dellach, am Maria Saaler Berg und bei Feistritz an der Drau.

Zeitraum