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Zeittafeln Kärnten - Kulturgeschichte

12. Jahrhundert
Vor 1200 entstand ein besonderer Schatz des Kärntner Landsarchivs, nämlich die „Millstätter Handschrift“, eine der bedeutendsten frühmittelalterlichen illustrierten Handschriften; sie besteht aus acht Reimgedichten („Genesis“, „Physiologus“, „Exodus“, „Vom Recht“, „Die Hochzeit“, „Sündenklage“, „Paternoster“, „Himmlisches Jerusalem“).
In der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts wurde St. Veit an der Glan unter den Spanheimern landesfürstliche Residenz.

1106
Stiftung eines Klosters in Arnoldstein durch Bischof Otto von Bamberg.

vor 1116
Salzburgisches Kollegiatsstift in Maria Saal.

zw. 1125 und 1130
Gründung einer Münzstätte der Erzbischöfe von Salzburg in Friesach; hier wurden die „Friesacher Pfennige“ geprägt.

um 1140
Beginn des Baus des romanischen Gurker Domes unter Bischof Roman I. (um 1100–1167; Bischof seit 1131); die Fertigstellung erfolgte vor 1220.

1142
Gründung des Zisterzienserstiftes Viktring durch Graf Bernhard von Spanheim und seine Frau Kunigunde.

um 1146
Gründung des Kollegiatsstiftes Maria Wörth unter Bischof Otto von Freising.

1147
Erste urkundliche Erwähnung der Strassburg („Strazburch“), des Sitzes der Bischöfe von Gurk (erbaut unter Bischof Roman I.).

zw. 1149 und 1154
Gründung des Augustiner-Chorherrenstiftes Eberndorf unter Patriarch Pilgrim I. von Aquileia.

1161
Erste urkundliche Erwähnung des Rituals der Herzogseinsetzung mit Fürstenstein und Herzogstuhl im Zusammenhang mit der Einsetzung Herzog Hermanns von Spanheim.

1169
Urkundliche Erwähnung von Hermagor.

1174
Verlegung des Grabes der Gräfin Hemma in die Krypta im Gurker Dom.

1184
Urkundliche Erwähnung von St. Paul im Lavanttal als Markt.

1191
Gründung eines Hospitals im Gebiet des heutigen Spittal an der Drau; die daraufhin entstehende Siedlung wurde 1242 urkundlich als Markt erwähnt.

zw. 1193 und 1199
Urkundliche Erwähnung eines vermutlich von Herzog Hermann von Spanheim gegründeten Marktes an der Glan als „Forum Chlagenvurt“.

1199
Urkundliche Erwähnung von St. Veit an der Glan als Markt.

13. Jahrhundert
Die Dominikanerkirche in Friesach (gebaut nach 1255) ist ein Denkmal aus der Zeit des Einzugs des neuen Baustils, der Gotik, u. a. im Zusammenhang mit der Verbreitung der Bettelorden. Der frühgotische sechseckige Karner von Althofen wurde Ende des Jahrhunderts gebaut. Ebenso aus dem 13. Jahrhundert stammen die Fresken der Westempore des Gurker Domes sowie die Rundscheibe mit einer Darstellung der Kreuzabnahme; letztere ist ein Hauptwerk des Zackenstils in der Glasmalerei. Um 1270/1280 entstanden die Glasscheiben mit der Darstellung der „Klugen und Törichten Jungfrauen“ der Bartholomäuskirche in Friesach (ursprüngl. in der Dominikanerkirche; im 19. Jahrhundert übertragen). Der mittelhochdeutsche Epiker Heinrich von dem Türlin (aus St. Veit an der Glan?) verfasste um 1215/1220 sein Epos „Der aventiure crône“ mit Schilderungen aus dem Kreis der Artus-Sagen.

Zeitraum