Ca. 50.000 v. Chr.
Die Anwesenheit von Menschen in der Altsteinzeit ist durch Funde in
der Schlenken-Durchgangshöhle und auf dem Oberrainkogel bei Unken
nachgewiesen.
40001900 v. Chr.
Zahlreiche Höhlensiedlungen (Rainberg in Salzburg, Schlossberg
von Mattsee u. a.) belegen für die Jüngere Steinzeit eine
intensive Besiedlung des Landes.
19001250 v. Chr.
In der Bronzezeit wird der Mitterberg bei Mühlbach am Hochkönig
zum Zentrum des Kupferbergbaues in den Ostalpen.
1250750 v. Chr.
Während der Urnenfelderzeit weist neben dem Salzburger Becken und
dem Pongau nun auch der Pinzgau eine dichte Besiedlung auf. Davon zeugt
unter anderem ein großes Gräberfeld, das bei Uttendorf freigelegt
wurde.
750450 v. Chr.
In der älteren Eisenzeit (=Hallstattzeit) beginnt der bergmännische
Salzabbau auf dem Dürrnberg bei Hallein.
450 v. Chr.Christi Geburt
Das Gebiet von Salzburg bildet einen Teil des keltischen Königreiches
Noricum. Mit den Römern werden zunächst Freundschaftsverträge
abgeschlossen.
15. v. Chr.
Im Laufe des Alpenfeldzugs von Drusus und Tiberius wird Noricum besetzt
und dem Römischen Reich einverleibt.
45. n. Chr.
Kaiser Claudius verleiht der etwa 30 Jahre zuvor entstandenen Siedlung
Iuvavum das Munizipal-Statut. Damit wird sie zum Verwaltungsmittelpunkt
eines großen Landbezirks.
1.2. Jh. n. Chr.
Während der Blütezeit Iuvavums erfolgt der großangelegte
Ausbau des römischen Straßennetzes. Die Stadt wird ein bedeutender
Verkehrsknotenpunkt, von dem wichtige Verbindungen über den Radstädter
Tauern nach Aquileia ausgehen.
Ca. 170/200
Nach der völligen Zerstörung Iuvavums im Markomannenkrieg
wird die Stadt in verkleinertem Umfang wiederaufgebaut.
4. Jh.5. Jh.
Wegen der zahlreichen feindlichen Einfälle verlässt die
römische Oberschicht zunehmend die Stadt und die Umgebung. Viele
der großen Gutshöfe verfallen.
2. Hälfte des 6. Jhs.
Der Stamm der Baiern besiedelt den heutigen Flachgau und das fruchtbare
Saalfeldener Becken. Im Lungau und einigen Salzachnebentälern lassen
sich hingegen die Alpenslawen nieder. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte
dringen die Bajuwaren in alle Salzburger Gebiete vor.
696/700
Bischof Rupert von Worms lässt sich in Seekirchen nieder.
Vom Bayernherzog Theodo erhält er die zerstörte Stadt Iuvavum
als Geschenk. Er errichtet ein Kloster und vermutlich auch den ersten
Salzburger Dom.
712/715
Rupert gründet auf dem Nonnberg, der seit der Spätantike durchgehend
besiedelt war, ein Frauenkloster und überträgt die Leitung
seiner Nichte Erintrudis. Es ist heute das älteste Frauenkloster
nördlich der Alpen.
746/47784
Der hochgebildete Ire Virgil, zunächst Abt, seit 749 Bischof von
Salzburg, beginnt mit einer großangelegten Slawenmission in Karantanien
(Kärnten). Salzburg wird zum führenden Zentrum der Kunst und
Kultur im Südostalpenraum (Tassilokelch, Cutbercht-Evangeliar u.
a.) - Durch Schenkungen der Herzöge aus dem Hause der Agilolfinger
und des bayerischen Adels erhält die Salzburger Kirche reichen
Grundbesitz in Bayern. Im Pongau wird durch Kolonisation ein geschlossenes
Herrschaftsgebiet aufgebaut.
785821
(Erz-)Bischof Arn lässt die ältesten Salzburger Güterverzeichnisse,
die Notitia Arnonis und die Breves Notitiae, anfertigen. Karl der Große
bestätigt den Kirchenbesitz und verleiht ihm Immunität. Auf
dessen Wunsch hin wird Arn von Papst Leo III. Im Jahre 798 zum Erzbischof
und zum Metropoliten der Salzburger Kirchenprovinz ernannt.