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Daten und Fakten der österreichischen Geschichte

 

Zeittafeln Wien - Kulturgeschichte

um 1312
Der Epiker Heinrich von Neustadt, auch als Arzt in Wien erwähnt, verfasst den Versroman „Apollonius von Tyrlant“ sowie die Dichtung „Von Gottes Zukunft“.

1326
Zerstörungen durch eine Feuersbrunst.

1330-1339
Bau der Augustinerkirche.

1330-1353
Bau von Chor und Turm der Kirche Maria am Gestade.

1331
Entstehung der „Armenbibel“ (Biblia pauperum) in Wien und Klosterneuburg.

1342
Der gelehrte Geistliche Konrad von Megenberg übernimmt die Leitung der Bürgerschule zu St. Stephan (bis 1348).

1339-1370
Bau der Minoritenkirche.

1349
Einweihung der Augustinerkirche.

1359
Baubeginn des gotischen Langhauses und des Südturmes der Stephanskirche.

1361
Ein weiterer Großbrand richtet Verwüstungen in der Stadt an.

1365
Gründung der Universität, gleichzeitig Stiftung der Universitätsbibliothek (Rudolf der Stifter).

ca. 1370
Entstehung eines Tiergartens und eines botanischen Gartens in Laxenburg (Herzog Albrecht III.).

1384
Der Gelehrte Heinrich Heinbuche von Langenstein (Heinricus de Hassia) wird an die Wiener Universität berufen; Neuordnung des Studiums.

1389
Ein Kanalbau („Möhrung“) in Wien wird erwähnt.

1403
Erste Erwähnung des Praters.

1404
Erste Sektion einer Leiche an der Universität.

1410
Der Hussit Hieronymus von Prag wird in den Kerker verbracht.

1422
Abbruch des „Judenghettos“ (Judenplatz).

1429
Der Maler und Bildhauer Jakob Kaschauer wirkt an der Dombauhütte von St. Stephan.

1433
Der Südturm der Stephanskirche wird fertiggestellt (Hans von Prachatitz) / Der Theologe und Lehrer an der Wiener Universität Nikolaus (Prunczlein) von Dinkelsbühl stirbt in Wien.

1442
Der Humanist, Astronom und Mathematiker Johannes von Gmunden stirbt in Wien.

1450
Beginn des Baues des Nordturmes der Stephanskirche (Hans Puchspaum).

1454
Johannes Capistran (Capestranus) predigt für einen Kreuzzug gegen die Türken.

1451/51
Umbau der Gedenksäule „Spinnerin am Kreuz“ (Hans Puchspaum).

1455-1457
Umbau des Alten Rathauses (Lorenz Spening).

1461
Wien erhält ein neues Wappen / Der Astronom und Humanist Georg von Peuerbach stirbt in Wien; er führte den Sinus in die Trigonometrie ein.

1462
Michael Beheim, Wanderdichter- und Sänger, in Wien; er schreibt das „Buch von den Wienern“.

1464
Der Theologe und Geschichtsschreiber Thomas Ebendorfer (auch Thomas de Haselbach), vielfacher Rektor der Wiener Universität und Verfasser historischer Werke (u. a. „Cronica Austriae“), stirbt in Wien.

1467-1513
Errichtung des Grabmals Kaiser Friedrichs III.

1469
Wien wird zum Bischofssitz.

1492
Johannes Cuspinianus (eig. Johannes Spießheimer) kommt nach Wien; er wird einer der bedeutendsten Humanisten der Stadt.

1497
Der Humanist Konrad Celtis (eig. Konrad Pickel oder Bickel) gründet in Wien die wissenschaftliche Gesellschaft „Sodalitas litteraria Danubiana“. / Der Humanist, Naturwissenschaftler und Historiograph Johannes Stabius kommt an die Wiener Universität.

1498
Reform der Hofmusikkapelle unter Kaiser Maximilian I.

1513
Der Dombaumeister Anton Pilgram stellt den Orgelfuß (mit seinem Selbstbildnis) des Stephansdoms fertig; die ursprünglich als sein Werk geltende Kanzel wurde vermutlich von der Hand eines anderen Künstlers geschaffen.

1531-1566
Nach der ersten Türkenbelagerung (1529) wird die Befestigung Wiens durch die Anlage von Basteien verstärkt.

1533
Der „Stock im Eisen“ wird erstmalig erwähnt.

1441
Der Humanist, Kartograph, Historiograph und Arzt Wolfgang Lazius wird Professor an der Medizinischen Fakultät der Universität Wien; er verfasste 1547 die älteste Stadtgeschichte Wiens („Vienna Austriae“).

1544
Wolfgang Schmeltzl, Lehrer am Schottenstift, publiziert seine Sammlung von Wiener Volksliedern unter dem Titel „Guter seltzamer und kunstreicher teutscher Gesang“; weitere bedeutende Werke Schmeltzls: „Lobspruch der Hochlöblichen weitberümbten Khünigklichen Stat Wienn in Osterreich“ (1547), „Der Christlich und Gewaltig Zug in das Hungerland“ (1556; ein Bericht über den Feldzug Erzherzog Ferdinands gegen die Türken).

1547
Schaffung des Rundplans der Stadt Wien durch den Kartographen Augustin Hirschvogel.

1551
Ferdinand I. ruft die Jesuiten nach Wien (Gegenreformation).

1552
Fertigstellung des Außentraktes der Hofburg; Bau des „Schweizertores“ / Der Jesuit und Theologe Petrus Canisius (eig. Kanis oder Kanijs) kommt nach Wien.

1558
Der von der Donauschule beeinflusste Kupferstecher und Radierer Hanns Lautensack präsentiert eine Stadtansicht von Wien.

1568
Eröffnung einer protestantischen Schule.
Zeitraum