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Daten und Fakten der österreichischen Geschichte

 

Zeittafeln Wien - Kulturgeschichte

1979
Der Lyriker, Erzähler und Essayist Erich Fried bringt seine „Liebesgedichte“ heraus / Eröffnung des Museums moderner Kunst im Palais Liechtenstein / Der Schriftsteller und Kabarettist Carl Merz (eig. Carl Czell) begeht in Wien Selbstmord / Der Roman „Die Vielgeliebte“ des Journalisten und Schriftstellers Jörg Mauthe erscheint.

1980
Die Uraufführung der Mysterienoper „Jesu Hochzeit“ von Gottfried von Einem am Theater an der Wien löst einen Theaterskandal aus / Der Roman „Der weibliche Name des Widerstands“ der Lyrikerin und Erzählerin Marie-Thérèse Kerschbaumer erscheint / Uraufführung von Peter Turrinis „Josef und Maria“.

1981
Der Franz-Antel-Film „Der Bockerer“ mit Karl Merkatz in der Hauptrolle wird ein großer Erfolg / André Hellers Varietéstück „Flic-Flac“ entsteht / Dem Schauspieler und Popsänger Rainhard Fendrich gelingt mit dem Hit „Strada del Sole“ der Durchbruch.

1982
Lorin Maazel wird Direktor der Staatsoper (bis 1984) / 60.000 Menschen besuchen das Konzert der Rolling Stones im Wiener Stadion / Uraufführung von Peter Turrinis Bühnenstück „Die Bürger“ / Der Schauspieler und Kabarettist Max („Maxi“) Böhm stirbt in Wien.

1983
Peter Weck wird Direktor des Theaters an der Wien / Papst Johannes Paul II. besucht Wien / Erste deutschsprachige Aufführung des Musicals „Cats“ von Andrew Lloyd Webber am Theater an der Wien; es wird bis 1988 mit größtem Erfolg gespielt / Die Ausstellung „Die Türken vor Wien. Europa und die Entscheidung an der Donau“ (Gestaltung: Hans Hollein) wird im Künstlerhaus gezeigt.

1984
Tod des großen österreichischen Schauspielers Oskar Werner (eig. Oskar Josef Bschließmayer); von 1941–1961 (mit Unterbrechungen) war er Mitglied des Burgtheaters / Axel Corti verfilmt „Eine blassblaue Frauenschrift“ von Franz Werfel.

1985
Bei seinem letzten Bühnenauftritt spielt Attila Hörbiger den Winter in Raimunds „Der Diamant des Geisterkönigs“ / Das Hundertwasser-Haus wird eröffnet / Der Architekt Hans Hollein gestaltet die Ausstellung „Traum und Wirklichkeit. Wien 1870–1930“, die im Künstlerhaus gezeigt wird / Der Sänger Falco (eig. Hans Hölzel) landet mit „Rock me Amadeus“ einen Top-Hit, der sogar den ersten Platz der amerikanischen Hitparade erklimmt.

1986
Boy Gobert erliegt als designierter Direktor des Theaters in der Josefstadt einem plötzlichen Herztod / Claus Peymann wird Direktor des Burgtheaters / Der Kabarettist Peter Wehle stirbt in Wien / Claus Helmut Drese wird Direktor der Staatsoper (bis 1991) / Thaddäus Podgorski wird Generalintendant des ORF (bis 1990) / Tod Helmut Qualtingers in Wien.

1987
Der Komponist, Dirigent und Musikschriftsteller Robert Schollum stirbt in Wien / Uraufführung von Georg Taboris „Mein Kampf“.

1988
Die von Oscar Bronner gegründete Tageszeitung „Der Standard“ erscheint erstmals / Uraufführung von Peter Turrinis „Die Minderleister“ am Akademietheater / Otto Schenk wird Direktor des Theaters in der Josefstadt (gemeinsam mit Robert Jungbluth) / Uraufführung von Thomas Bernhards „Heldenplatz“ am Burgtheater.

1988-1991
Das „Mahnmal gegen Krieg und Faschismus“ des Bildhauers und Graphikers Alfred Hrdlicka wird auf dem Albertinaplatz errichtet.

1989
Die Autobiographie „Die hellen und die finsteren Zeiten“ der Schriftstellerin und Essayistin Hilde Spiel erscheint.

1990
Die weltberühmte Sopranistin Gundula Janowitz verlässt die Staatsoper / Uraufführung von Peter Turrinis „Tod und Teufel“ am Burgtheater / Fertigstellung des Haas-Hauses am Stephansplatz (Hans Hollein).

1991
Der vielseitige Schauspieler Kurt Sowinetz stirbt in Wien / Ioan Holender und Eberhard Waechter übernehmen gemeinsam die Direktion der Staatsoper; Waechter stirbt allerdings bereits 1992.

1992
Der Esperanto-Weltkongress tagt zum vierten Mal in Wien (3.033 Teilnehmer) / Werner Schwabs „Mein Hundemund“ wird uraufgeführt / Uraufführung von Elfriede Jelineks „Totenauberg“ / Durch einen Brand werden die Redoutensäle der Hofburg vernichtet / Uraufführung des Musicals „Elisabeth“ am Theater an der Wien.

1993
Der Komponist, Schriftsteller und Kabarettist Hugo Wiener stirbt in Wien; er schrieb u. a. das Chanson „Der Nowak lässt mich nicht verkommen“ (für seine Frau Cissy Kraner) / Uraufführung von Georg Taboris „Requiem für einen Spion“ am Akademietheater / Der Schauspieler und Chansonnier Michael Heltau, seit 1972 Ensemblemitglied, wird Doyen des Burgtheaters.

1994
Fertigstellung des neuen Großkatzengeheges im Tiergarten Schönbrunn / Die Volksschauspielerin Else Rambausek stirbt in Wien / Uraufführung von Elfriede Jelineks „Raststätte“ am Burgtheater / Der Kunstsammler Rudolf Leopold verkauft seine bedeutende Sammlung von Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen (u. a. von Kokoschka, Klimt und Schiele) an die Republik Österreich.

1995
Der Sänger Erich Kunz, Mitglied der Staatsoper und auch Interpret von Wienerliedern, stirbt in Wien / Ernst Jandl stellt seinen Gedichtband „lechts und rinks“ vor.

1996
Franz Antel präsentiert „Der Bockerer II – Österreich ist frei“; 1999 beginnen die Dreharbeiten zu „Der Bockerer III – Die Brücke von Andau“ / Georg Taboris „Die Ballade vom Wiener Schnitzel“ wird am Akademietheater uraufgeführt.

1997
Luc Bondy wird Schauspieldirektor der Wiener Festwochen / Österreichische Erstaufführung der Oper „Der König Kandaules“ von Alexander von Zemlinsky an der Volksoper / Uraufführung der Musicalfassung von Roman Polanskis „Tanz der Vampire“ am Raimundtheater / Helmuth Lohner löst Otto Schenk in der Direktion des Theaters in der Josefstadt ab.

1998
Uraufführung von Elfriede Jelineks „Ein Sportstück“ am Burgtheater / Papst Johannes Paul II. kommt erneut nach Wien / Die Sopranistin Leonie Rysanek stirbt in Wien.

1999
Uraufführung von Peter Handkes „Die Fahrt im Einbaum oder Das Stück zum Film vom Krieg“ am Burgtheater / Claus Peymann übergibt die Leitung des Burgtheaters an Klaus Bachler.

2000
Die Architektin Margarete Schütte-Lihotzky stirbt in Wien / Anlässlich des 30jährigen Bühnenjubiläums der Kammersängerin Edita Gruberova gibt die Staatsoper Vincenzo Bellinis Oper „Die Puritaner“.

2001
Das Museumsquartier wird eröffnet / Der Maler und Graphiker Max Weiler stirbt in Wien.

2002
Uraufführung von Friedrich Cerhas Oper „Der Riese vom Steinfeld“ an der Staatsoper (Libretto: Peter Turrini) / Die Wiener Philharmoniker geben an der Staatsoper unter der Leitung von Seiji Ozawa ein „Konzert für Österreich“.

2003
Nikolaus Harnoncourt dirigiert das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker / Uraufführung von Elfriede Jelineks „Das Werk“ am Akademietheater; während des Irak-Krieges schreibt die Autorin ihr jüngstes Stück mit dem Titel „Bambiland“ / Nach Beendung der Renovierungsarbeiten wird die seit 1994 geschlossene Albertina wiedereröffnet / Zum dritten Mal findet die „Lange Nacht der Musik“ statt / Raub der „Saliera"-Skulptur aus dem Kunsthistorischen Museum, Wiener Urania wird wiedereröffnet.

2004
Das Liechtenstein-Museum in Wien wird unter Beisein des liechtensteinischen Fürsten Hans-Adam II. eröffnet.
Ende des Prozesses um den Sofiensäle-Brand: Ein 42jähriger Dachdeckermeister wird zu drei Monaten bedingter Haft verurteilt.

2005
Nach vier Jahren Generalsanierung wird die Antikensammlung des Kunsthistorischen Museums wiedereröffnet.

2006
Nachdem sich der Saliera-Dieb, Robert Mang, Anfang des Jahres den Behörden stellt und das Salzfass leicht beschädigt wieder aufgefunden wird, wird der Täter in einem Prozess zu vier Jahren Haft verurteilt. / Anlässlich des Gedenkjahres zum 250. Geburtstag Wolfgang Amadeus Mozart wird in Wien das Mozarthaus Vienna eröffnet. / Mit der Ausstellung „Die Couch. Vom Denken im Liegen“ wird des 150. Geburtstags Sigmund Freuds gedacht. / In der Sensengasse wird das „Haus der Forschung“, unter dessen Dach alle wichtigen Forschungsförderungseinrichtungen Platz finden, eröffnet.

Ted Konakowitsch

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